Die Niederlage Frankreichs im Tschad führt nicht nur dazu, dass dieses Land weiter aus Afrika verdrängt wird, sondern bedeutet auch einen erheblichen Verlust und Schaden für die Rolle, den Einfluss und die Position der EU in Afrika.
Die Regierung des Tschad erklärte, sie habe lediglich die militärische Zusammenarbeit mit Frankreich beendet, nicht aber wie Mali, Niger und Burkina Faso die Beziehungen zu Frankreich abgebrochen. Doch im Wesentlichen geht es dabei darum, das Land von allen Bindungen und Wurzeln aus seiner historischen Vergangenheit mit Frankreich zu lösen, um „volle Souveränität auszuüben und strategische Partnerschaften neu auszurichten und umzustrukturieren“. Der Tschad will damit sagen: „Wir müssen mit Frankreich brechen, um uns zu öffnen und in eine neue Ära einzutreten.“
Die oben genannte Niederlage ist ein Beweis für das Versagen sowohl von Paris als auch der EU in ihrer Politik gegenüber dem Tschad im Besonderen und der EU im Allgemeinen. Frankreich und die EU haben in ihrem Spiel um Einfluss und geostrategische Position in Westafrika und den afrikanischen Regionen einen weiteren sehr wichtigen Außenposten verloren.
Für die EU ist die Niederlage Frankreichs im Tschad in zweierlei Hinsicht schädlich und sogar gefährlich. Erstens leben im Tschad gegenwärtig bis zu eine Million Flüchtlinge und Migranten, die versuchen, über den Nahen Osten nach Europa zu gelangen. Sobald die militärische Zusammenarbeit mit dem Tschad beendet ist, werden Frankreich und die EU aufgrund der Flüchtlings- und Migrationsproblematik mit weitaus größeren Schwierigkeiten und Komplikationen konfrontiert sein als zuvor. Zweitens: Da Frankreich und die EU an Boden verlieren, haben externe Partner, insbesondere Russland, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate, einen Vorteil bei der Eroberung des Tschad und Afrikas. Wäre das nicht ein doppelter Verlust für Frankreich und die EU in Afrika?
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Quelle: https://thanhnien.vn/phap-mat-the-eu-thua-thiet-185241201214336337.htm
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