Unter den fünf getöteten Menschen war ein Kind. Die Zahl der Verletzten überstieg die Kapazität der Magdeburger Krankenhäuser, sodass einige Opfer zur Behandlung in die nahegelegene Stadt Halle ausgeflogen wurden.
Der Weihnachtsmarkt – auf dem sich der Vorfall ereignete – fand vom 22. November bis 29. Dezember auf einem Platz mit rund 40 Ständen und vielen Unterhaltungsaktivitäten statt.
Polizeieinsatz vor Ort
CNN zitierte Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, der bei seiner Ankunft am Ort des Geschehens sagte: „Es ist unvorstellbar, dass so etwas in Deutschland passiert.“ Herr Haseloff teilte mit, dass der Verdächtige festgenommen worden sei. Es handele sich um einen 50-jährigen Mann aus Saudi-Arabien, der seit 2006 in Deutschland lebe und in der Nähe als Arzt arbeite. Er besitze eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis der örtlichen Behörden.
Laut Bildern aus sozialen Medien, die von CNN bestätigt wurden, fuhr ein schwarzes Auto direkt in die Menge auf einem überfüllten Weihnachtsmarkt. In dem Video sieht man Dutzende von Menschen, die sich an den Ständen drängen, als das Auto in sie hineinfährt.
Das saudi-arabische Außenministerium verurteilte den Angriff. „Saudi-Arabien bekräftigt seine Ablehnung der Gewalt und spricht den Familien der Verstorbenen und der deutschen Regierung sein aufrichtiges Mitgefühl und Beileid aus“, heißt es in der saudischen Erklärung.
Nach Angaben der örtlichen Behörden arbeitete der Tatverdächtige als Psychiater in einer spezialisierten Rehabilitationsklinik für Drogenabhängige in Bernburg. Der Verdächtige fehlt jedoch seit Oktober krankheitsbedingt bei der Arbeit. In Beiträgen im sozialen Netzwerk X drückte der Verdächtige seine Unterstützung für islamfeindliche und rechtsextreme Parteien aus, darunter auch für die Alternative für Deutschland (AfD). Der Verdächtige kritisierte zudem Deutschlands Umgang mit der Flüchtlingsfrage.
Reuters zitierte eine Quelle mit der Aussage, Saudi-Arabien habe die deutschen Behörden vor der potenziellen Bedrohung durch den Verdächtigen gewarnt, da dieser in den sozialen Medien seine extremistischen Ansichten geäußert und Anzeichen dafür gezeigt habe, dass er eine Sicherheitsgefahr darstellen könnte. Die Warnungen seien den deutschen Behörden bereits 2006 von Saudi-Arabien zugespielt worden. Eine im vergangenen Jahr von deutschen Ermittlern durchgeführte Risikobewertung sei jedoch zu dem Schluss gekommen, dass von dem Mann keine besondere Gefahr ausgehe, berichtete die Zeitung „Welt“ unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die deutschen Geheimdienste lehnten es ab, den Bericht zu kommentieren.
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Quelle: https://thanhnien.vn/tan-cong-kinh-hoang-o-cho-giang-sinh-tai-duc-185241221222730855.htm
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