Boden-Luft-Raketenwerfer Typ 03 und Antischiffsraketen Typ 12 (rechts) der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte in der Präfektur Okinawa
KYODO-BILDSCHIRMFOTO
Wie Kyodo News am 28. Juni berichtete, hat die japanische Regierung gerade Richtlinien für die Entwicklung der Rüstungsindustrie bekannt gegeben. Ziel dieser Richtlinien ist es, private Unternehmen und Forschungsinstitute dazu aufzurufen, sich an der Produktion hochentwickelter Geräte wie insektengroßer Roboter und selbstreparierender Materialien zu beteiligen.
Der Leitfaden, der Beispiele für Technologien enthält, die voraussichtlich innerhalb eines Jahrzehnts im Einsatz sein werden, basiert auf drei wichtigen sicherheitspolitischen Dokumenten, die im Dezember 2022 veröffentlicht wurden. Zu diesen Dokumenten gehört die langfristige Nationale Sicherheitsstrategie.
Die Beispiele decken 12 Technologiebereiche ab, die für die Landesverteidigung wichtig sind, darunter Hochleistungsmikrowellen und Laser zur Bekämpfung unbemannter Luftfahrzeuge (UAV). Darüber hinaus werden in dem Dokument auch Barrieren wie der Einsatz elektromagnetischer Wellen erwähnt, um die Auswirkungen von Angriffen zu verringern.
In den Leitlinien wird einerseits die Notwendigkeit betont, angesichts der begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen der Regierung „neue Ansätze zu verfolgen, die sich von der Vergangenheit unterscheiden“, andererseits heißt es dort, das Verteidigungsministerium wolle Entwicklungsprozesse mit Unternehmen teilen, um deren „Vorhersehbarkeit“ zu erhöhen.
Zu den weiteren im Handbuch aufgeführten Beispielen gehören der Einsatz von Hologrammen zur Anzeige stereoskopischer Bilder mit dem Ziel, Feinde zu verwirren, und die Nutzung der Gehirn- und Kognitionswissenschaft bei der Ausbildung von Kommandeuren.
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Darüber hinaus gibt es die Zusage, innerhalb der Acquisition, Technology and Logistics Agency, der Waffenbeschaffungsabteilung des japanischen Verteidigungsministeriums, eine neue Forschungs- und Entwicklungsorganisation einzurichten. Ein konkreter Zeitplan wurde hierfür allerdings noch nicht genannt.
In der Nationalen Verteidigungsstrategie, einem von drei sicherheitspolitischen Dokumenten, heißt es, Japan werde „strategische Informationen über die Technologiebereiche veröffentlichen, auf die es sich konzentrieren wird, sowie über Forschungs- und Entwicklungsaussichten.“
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