Vietnam erklärte auf der COP-26-Konferenz, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Zahlreiche Richtlinien und Gesetze zur Förderung einer grünen und ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung wurden verabschiedet. Ihre effektive Umsetzung hängt jedoch von der Leistungsfähigkeit der lokalen Regierungen ab.
Laut Wirtschaftsexperten wird Quang Nams starkes Engagement und sein proaktiver Ansatz für nachhaltige Entwicklung der Region Möglichkeiten eröffnen, Investitionskapital aus der Verlagerung der Geberfinanzierung hin zu Klimawandel und grünem Wachstum zu erhalten, da sich die für diese Initiativen bereitgestellten Mittel verdoppeln.
Die Regierung wird über ausreichende Ressourcen verfügen, um ein Infrastruktursystem (technische und soziale Infrastruktur) zu schaffen, das Investitionen gezielt anziehen, ein Kreislaufwirtschaftsmodell entwickeln, Spitzentechnologie fördern usw. Es ist jedoch sehr schwierig, die Zertifizierungen für grüne Technologien von Investoren, die Projekte vor Ort durchführen wollen, zu kontrollieren oder offen in Frage zu stellen.
In Wirklichkeit sind grüne Industrieprojekte kostspielig. Die meisten grünen Industrie-Geschäftsmodelle sind oft unerprobt oder unüblich.
Die derzeitigen Finanzierungsmechanismen erweisen sich als unzureichend, um die Finanzierung von Aktivitäten der grünen Industrie sicherzustellen. Ein Eingreifen staatlicher Stellen ist notwendig, um zu gewährleisten, dass grüne Finanzierungsmechanismen sowohl Wirtschaftswachstum als auch Umweltverbesserungen ermöglichen.
Wirksame Wirtschaftsförderprogramme erfordern jedoch erhebliche finanzielle Mittel und fundiertes Fachwissen; öffentliche Haushalte können lediglich grüne Investitionen und Beschaffungen finanzieren. Die Unternehmensfinanzierung für diese Aktivitäten hängt weitgehend von der Kapitalfinanzierung durch das Bankensystem ab.
Weltweit haben viele Länder strengere Einfuhrbestimmungen erlassen. Der Trend zu mehr Nachhaltigkeit hat die Spielregeln verändert und exportorientierte Unternehmen gezwungen, ihre Investitionen und Produktion auf kostenintensivere Alternativen umzustellen.
Einer Umfrage der VCCI zufolge müssen Exportunternehmen im Durchschnitt 1,4 % ihrer gesamten Betriebskosten für Umweltmaßnahmen aufwenden, verglichen mit 1 % oder deutlich weniger bei Unternehmen, die Produkte für den Inlandsmarkt liefern.
In Quang Nam stehen nur etwa 10–20 % der exportorientierten Unternehmen unter Druck, auf umweltfreundliche Praktiken umzustellen. Die übrigen Unternehmen sind von diesem Druck deutlich weniger betroffen.
Es ist verständlich, dass das oberste Ziel eines Unternehmens Gewinn ist. Umfragen zeigen jedoch, dass Unternehmen erst dann wirklich motiviert sind, massiv zu investieren und auf umweltfreundliche Produktions- und Geschäftsprozesse umzustellen, wenn der Markt umweltfreundliche Produkte höher bewertet und akzeptiert als vergleichbare Produkte, die mit konventionellen Verfahren und Technologien hergestellt werden. Entscheidend ist nicht nur, Unternehmen zum Umstieg zu bewegen, sondern auch, dass Verbraucher sich der Bedeutung umweltfreundlicher Produktions- und Geschäftspraktiken bewusst werden.
Da immer mehr Verbraucher auf unmittelbare Konsumvorteile verzichten, um zu einer langfristigen ökologischen Nachhaltigkeit beizutragen und umweltverschmutzende Unternehmen sowie Hersteller minderwertiger Produkte für ihre Produktions- und Geschäftstätigkeiten zur Rechenschaft zu ziehen, wird es nicht schwer sein, zu sehen, wie sich die gesamte Wirtschaft in Richtung umweltfreundlicher Produktions- und Geschäftspraktiken wandelt.
Quelle: https://baoquangnam.vn/khong-de-thuc-day-xanh-hoa-san-xuat-kinh-doanh-3144559.html






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