
Das vom Volkskomitee des Bezirks Hoan Kiem in Hanoi in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Forschung und Förderung des kulturellen Erbes organisierte Programm hat zum Ziel, die Bewahrer des kulturellen Erbes zu ehren und dessen Wert zu verbreiten.
In ihren einleitenden Worten auf dem Seminar erklärte die stellvertretende Vorsitzende des Volkskomitees des Bezirks Hoan Kiem, Le Anh Thu, dass man bei dem Namen Hoan Kiem oft an den alten Hoan-Kiem-See, die 36 moosbewachsenen Straßen und die verwitterten Dächer denke. Doch neben seinem architektonischen und historischen Erbe sei Hoan Kiem auch die Wiege eines besonderen Erbes – seines kulinarischen Erbes.
Die Küche von Hoan Kiem vereint Raffinesse, Harmonie und Respekt vor den Wurzeln – von der kunstvoll zubereiteten Bun Thang (einer Nudelsuppe) bis zu den weichen Reisrollen, von der traditionellen Pho mit Rindfleisch bis zu den duftenden Fischfrikadellen – allesamt geprägt von den Familientraditionen und den Werten des alten Hanoi. Diese Familientraditionen beschränken sich nicht nur auf Kochmethoden, sondern umfassen eine Lebensphilosophie: die sorgfältige Auswahl jeder einzelnen Zutat, die Geduld bei jedem Arbeitsschritt und die Wertschätzung dessen, was von Großeltern und Eltern überliefert wurde.
In vielen Familien des Bezirks ist Kochen keine zufällige Entscheidung, sondern ein „Geschmacksstammbaum“, in dem jede Generation die Verantwortung übernimmt, die Tradition zu bewahren und weiterzugeben. Manche Restaurants und Bäckereien bestehen seit drei oder vier Generationen, ihre Rezepte werden nicht aufgeschrieben, sondern nur durch Sehen, Fühlen und mit dem Herzen weitergegeben. Sie sind die Hüter der Flamme in ihren kleinen Küchen – die Seele des kulinarischen Erbes von Hoan Kiem. Ohne sie würden die Aromen Hanois verblassen…
Laut Le Anh Thu, stellvertretender Vorsitzender des Volkskomitees des Bezirks Hoan Kiem, bedeutet die Bewahrung des kulinarischen Erbes nicht, ein Rezept unversehrt in einer Vitrine aufzubewahren, sondern vielmehr sicherzustellen, dass dieses Erbe in einer sich ständig verändernden Welt weiterlebt und sich verbreitet.
Daher ist es notwendig, traditionelle Gerichte in moderne Kontexte zu setzen, Fertigkeiten an die jüngere Generation weiterzugeben und die Küche Hanois mit ihrer kulturellen Tiefe der Welt zu präsentieren. Dies ist die Verantwortung nicht nur derjenigen, die in diesem Beruf tätig sind, und der Führungskräfte, sondern aller, die in Hanoi leben und arbeiten.
Auf dem Seminar berichteten Experten über ihre Erfahrungen bei der Bewahrung und Weiterentwicklung traditioneller Gerichte im Kontext des ständigen gesellschaftlichen Wandels. Sie sind die Bewahrer, Hüter und Vermittler von Fertigkeiten, Techniken, Geheimnissen und profunden Kenntnissen der Kochkunst.
Anhand inspirierender Geschichten erhält die Öffentlichkeit die Möglichkeit, den kulturellen Wert der vietnamesischen Küche sowie die Schwierigkeiten und Herausforderungen, mit denen diejenigen, die diese Tradition bewahren, konfrontiert waren und sind, besser zu verstehen. Gleichzeitig trägt das Programm dazu bei, den Stolz und das Bewusstsein der Beteiligten für die Bewahrung und Förderung des kulinarischen Erbes zu stärken und bietet den Menschen die Gelegenheit, sich auszutauschen, zu vernetzen und ein Netzwerk des kulinarischen Erbes im Bezirk Hoan Kiem zu bilden.
Quelle: https://hanoimoi.vn/giu-gin-di-san-am-thuc-ha-noi-697352.html






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