Im Mai 2023 gelang Dr. Benjamin Lanyon von der Universität Innsbruck (Österreich) ein bedeutender Durchbruch, indem er mithilfe von Prinzipien der Quantenphysik Informationen über ein 50 km langes Glasfaserkabel übertrug.
Anders als das moderne Internet, das mit Binärdaten arbeitet, befasst sich die Quantenphysik mit den Wechselwirkungen von Molekülen, Atomen und noch kleineren Teilchen wie Elektronen und Photonen. Quantenbits, sogenannte Qubits, versprechen eine sicherere Datenübertragung, da die Beobachtung von Teilchen deren Zustand verändert und somit eine verdeckte Ortung unmöglich macht.
Abgesehen von Sicherheitsbedenken könnte das Quanteninternet neue Möglichkeiten in der Medizin, Astronomie und sogar im Geldautomatenbetrieb eröffnen. Trotz all dieser Vorteile soll das Quanteninternet das herkömmliche Internet jedoch nicht ersetzen, sondern ergänzen.
Die Forschung von Dr. Benjamin Lanyon ist Teil des von der Europäischen Union geförderten Projekts Quantum Internet Alliance (QIA), einem Zusammenschluss von Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus ganz Europa. Das Projekt ist bis Ende März 2026 mit 24 Millionen Euro gefördert.
Während Europa die Entwicklung eines Quanteninternets anstrebt, wurde im Juni 2023 eine Partnerschaft zur Entwicklung von Quantencomputern in sechs europäischen Ländern angekündigt. Europa ist jedoch nicht die einzige Region, die sich für dieses Gebiet interessiert. Auch China und die USA haben in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte in der Quantentechnologie erzielt.
Dr. Benjamin Lanyon betonte, dass sich neue Anwendungen des Quanteninternets rasant entwickeln und in Zukunft noch weitere Durchbrüche versprechen.
(laut Securitylab)
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