Laut Japan Today haben mehrere Hotels Beschwerden von Kunden erhalten, die behaupten, bei Buchungen über Booking.com Geld verloren zu haben. Aufgrund dieses wiederkehrenden Problems hat die japanische Tourismusbehörde eine Untersuchung des Sachverhalts veranlasst.
Booking.com wird Sie nicht per Chat oder E-Mail nach Zahlungsdetails fragen.
Nicht nur in Japan ist das passiert; einem CNN-Bericht zufolge erlebte ein Nutzer in Porto, Portugal, etwas Ähnliches. Laut diesem Nutzer erhielt er eine Anzeige mit positiven Bewertungen, einem attraktiven Preis und einer Buchungsbestätigung von Booking.com. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich um Betrug handelte.
Wenige Tage nach der Buchung erhielt der Nutzer folgende Nachricht: „Mein Name ist Andreas. Sie haben ein Zimmer in unserem Hotel gebucht, aber Ihre Karte ist ungültig. Bitte geben Sie Ihre Kartendaten ein, dann ist das Problem behoben.“ Der Nutzer folgte dieser Anweisung und gab die Daten erneut ein. Das Problem ist, dass er den anderen Anbieter anschließend nicht mehr erreichen konnte.
Eine umfassende Studie des Cybersicherheitsexperten Piyokango hat alarmierende Daten zu Phishing-Angriffen zutage gefördert. Laut Piyokango fielen seit Juni 2023 118 Beherbergungsbetriebe Phishing-Angriffen zum Opfer. Hacker verschickten E-Mails an Hotels, um an vertrauliche Daten von Booking.com zu gelangen. Die E-Mails enthielten einen schädlichen Link, der die Computer der Nutzer infizierte.
Nachdem Hacker sich Zugang zum System von Booking.com verschafft haben, senden sie Zahlungsaufforderungen an Kunden. Diese sind in der Regel ahnungslos und zahlen den geforderten Betrag bereitwillig. Anschließend erhalten sie eine Benachrichtigung, dass ihr Aufenthalt aufgrund der Nichtzahlung storniert wurde.
Japan Today führte ein Beispiel aus dem August 2023 an. Dem Bericht zufolge erhielt ein Hotel eine E-Mail mit der Beschwerde über eine allergische Reaktion bei der Tochter eines Gastes. Nachdem ein Hotelangestellter auf den Link geklickt hatte, verschafften sich Hacker Zugriff auf sensible Daten. Ein Hotelangestellter erklärte, die Hacker hätten die Hilfsbereitschaft des Hotels ausgenutzt, um den Wunsch des Gastes bestmöglich zu erfüllen und den Angriff durchzuführen.
In Europa traten ähnliche Fälle erstmals 2022 auf. Das Problem hat sich jedoch auf andere Kontinente ausgebreitet. Im Dezember 2023 gab Booking.com bekannt, dass das Unternehmen keine Zahlungsdaten mehr per Chat oder E-Mail abfragt.
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